Traffics veröffentlicht Datenanalyse Sommer 2007 -
7.5 Milliarden Katalogdaten werden transparent
Traffics veröffentlicht erstmals eine detaillierte Analyse über die Veranstalterdaten der Saison Sommer 2007. Bisher war es für den gesamten Markt unmöglich konkrete Aussagen über den Umfang und die Qualität der Daten in den IBE´s und Preisvergleichsystemen zu treffen.
Noch nicht einmal die Reiseveranstalter selbst konnten mit guten Gewissen eine umfangreiche und vollständige Datenlieferung zusichern bzw. garantieren da auch Ihnen die Mittel fehlten, die gelieferten Daten aus den Großrechnern der Veranstalter auszuwerten. Bis dato waren nur Stichproben, Mittel und Zweck um nicht-verifizierte Aussagen zu treffen.
Im Zuge der Qualitätsoffensive hat Traffics seit Sommer 2006 ein aufwendiges Verfahren entwickelt um Detailanalysen hinsichtlich Umfang und Qualität der Veranstalterdaten zu erstellen. Am Anfang der Qualitätsoffensive stand die große Frage: “ Bei welchen Veranstaltern und innerhalb welcher Kataloge haben wir Lücken?“.
Die Datenanalyse wurde mit dem Ziel entwickelt um Lücken in den Datenlieferungen zu finden um anschließend diese gemeinsam mit dem Leistungsträger zu Optimieren und die Lücken zu füllen. Die erste Datenanalyse für die Saison Sommer 2006 fiel “ernüchternd“ aus, es wurden nur Gesamtwerte zwischen 55% und 60% erreicht, d.h. dass max. 60% aller
Katalogdaten die theoretisch buchbar waren, von Traffics auch erfasst worden waren. Mit strukturierten Arbeits- und IT Prozessen, sowie intensiven Kontakt zu den Reiseveranstaltern, ergab die Datenanalyse für die Saison Winter 2006/2007 erheblich bessere Werte im Bereich von 80% bis 85%.
Der Grund für die Spitzenwerte von über 90% in der Auswertung Sommer 2007 liegt unter anderem an zusätzlichen Datenformatlieferungen der Reiseveranstalter die teilweise auf dem Traffics SEALTIX Format aufbauen und gemeinsam mit den Reiseveranstaltern ausgearbeitet wurden. So liefern Veranstalter wie Öger, DER und MWR mittlerweile
Stammdaten im Txt-Format. Andere Veranstalter wie FTI oder die REWE-Gruppe liefern Excelltabellen der Preislisten, die TOC Gruppe wiederum das neue AICP Datenformat an dem Traffics maßgeblich zur Optimierung beigetragen hat. Die Grundlage zur Datenoptimierung war hierbei immer die Datenanalyse die dazu beigetragen hat Lücken
zu identifizieren und Prozesse für die nächste Saison zu etablieren um immer vollständigere und qualitativ hochwertigere Datenlieferungen zu erreichen. Nicht nur eine saubere Datenlieferung der Reiseveranstalter ist wichtig, sondern auch deren manuelle Nachbearbeitung durch Fachpersonal. Daher beschäftigt Traffics mittlerweile auch permanent 6 Mitarbeiter
in der im letzten Jahr geschaffenen, neuen Abteilung Qualitätssicherung.
Auch die TUI lies sich dieses Jahr auf der ITB von der Datenanalyse begeistern und beabsichtigt zukünftig auf Basis des Traffics-Datenformat SEALTIX Stammdaten direkt an Traffics zu liefern.
Details zur Datenanaylyse
In der Datenanalyse werden die wichtigsten Reiseveranstalter mit saisonalen Printkatalogen ausgewertet die an das Traffics CRS angebunden sind. "Virtuelle Reiseveranstalter" mit täglich wechselnden Live Angeboten ohne Jahresgültigkeit, PreePackage Angebote oder Veranstalter ohne Kataloge sind von der Analyse (aufgrund der permanenten, täglichen Datenlieferung) ausgeschlossen.
Die Auswertung erfolgt auf Veranstalterbasis und erfasst dabei jeden Katalog der Veranstalter. Verglichen wird dabei die Anzahl der in einem Katalog angebotenen Hotels mit den über Traffics tatsächlich buchbaren Hotels (sog. Hotelabdeckung), die Anzahl der theoretischen Anreisetage mit der Anzahl der in Traffics angebotenen Anreisetage (Saisonabdeckung), die Anzahl der
theoretischen Reisedauern (1 Woche, 2 Wochen,...) mit den in Traffics angebotenen Reisedauern (Reisedauerabdeckung) und als Summe von Hotelabdeckung, Saisonabdeckung und Reisedauerabdeckung wird die sog. Kataloggesamtabdeckung ermittelt.
Nachfolgend ein Analysebeispiel:
Zunächst werden alle Kataloge ermittelt und mit einer Katalog ID versehen. Dann wird im Katalog die Anzahl der vorhandenen Hotelcodes gezählt und die Gültigkeit (Saisonzeitraum) ermittelt.
Beispiel:
| Veranstalter: |
Thomas Cook |
| Katalog: |
Fernreisen Asien, Afrika Sommer 2007 |
| Gültig bis: |
31.10.2007 |
| Anzahl Hotels: |
203 Stück |
Ermittlung der Hotelabdeckung:
Nun werden die 203 Hotelcodes gegen die Traffics Datenbank im Produktionssystem über eine XML Schnittstelle gesucht. Die Anzahl der gefundenen Hotelcodes zu diesem Veranstalter bildet die prozentuale Hotelabdeckung.
Beispiel:
Ermittlung der Saisonabdeckung
Um nun festzustellen, ob die vorhandenen Hotels auch über die gesamte Saison im System verfügbar sind, werden diese auf jeden möglichen Zeitraum innerhalb der Saison geprüft.
Beispiel:
Ermittlung Reisedauerabdeckung
Aus der Erfahrung wissen wir, dass zur Datenqualität nicht nur Hotels zählen, die auch über die gesamte Saison buchbar sind, sondern insbesondere auch die verfügbaren Reisedauern. So sind fehlende Reisedauern
in den ersten Datenlieferungen meist die Fehlerquelle Nummer 1. Um die Lücken in den Reisedauern ausfindig zu machen, werden die Hotelcodes auf die möglichen angebotenen Reisedauern im Katalog gegen die Traffics Datenbank geprüft.
Beispiel:
Erklärung zur Berechnung der relativen Gesamtabdeckung:
| * |
Methode 1: vereinfachtes, arithmetisches Mittel der 3 Teilabdeckungen (Hotel,Saison,Reisedauer) |
| ** |
Methode 2: Multiplikative Verknüpfung der 3 Teilabdeckungen (Hotel,Saison,Reisedauer) |
Die aktuelle Datenanalyse Sommer 2007 finden Sie unter:
www.traffics.de/datenanalyse